
Musashi macht die Strahlleistung sichtbar und nutzbar.
Der japanische Automobilzulieferer Musashi hat mit Monitizer die erste von vier Wheelabrator-Strahlanlagen in seinem Werk in Norddeutschland digitalisiert. Ziel ist es, die Strahlprozesse transparent zu machen und so Produktionseffizienz, Kostenkalkulation und Nachhaltigkeit zu optimieren.
Im Werk Musashi werden hochwertige Schmiede- und Walzteile für namhafte Automobilhersteller gefertigt – auf sieben Pressen, fünf Öfen und vier Strahlanlagen. Beim Strahlprozess wird der beim Glühen entstandene Walzzunder entfernt.
Mehr Einblick in die Produktionsleistung gewinnen
Die neueste Ergänzung der Strahlanlage in Musashi wurde 2023 in Betrieb genommen. Die Wheelabrator TUMBLAST®-Anlage war mit der NoriGate Datenschnittstelle ausgestattet und war daher digital bereit. Digitalisierung der Anlage mittels Monitizer | DISCOVER war eine ideale Gelegenheit, das Potenzial eines digitalen Kugelstrahlverfahrens zu erkunden.
Die Monitizer-Installation auf der Anlage verfügt über vorkonfigurierte Dashboards, die vom Wheelabrator-Team individuell angepasst wurden. Sie lässt sich außerdem nahtlos integrieren in Musashis Manufacturing Execution System (MES) Dies ermöglicht eine umfassendere Analyse von beispielsweise Verbrauchsdaten auf Basis eines Produktlaufs.
Sebastian Riesch, Fertigungsleiter bei Musashi, erklärt: „MES-Systeme konzentrieren sich stark auf das Produktionsmanagement, bilden aber die einzelnen Anlagen nicht detailliert ab. Mit Monitizer erhalten wir einen besseren Einblick in die Anlage und können so den technischen Prozess präzise erfassen. Dies hilft auch bei der Kostenkalkulation, da wir endlich die tatsächlichen Verbrauchsdaten für bestimmte Produkte einsehen und vergleichen können.“

Erkenntnisse in operative Verbesserungen umsetzen
Ein wichtiger, schnell erzielter Erfolg des Projekts war die Vermeidung von Über- und Unterbestrahlung durch Abweichungen von den vorgegebenen Strahlzeiten. Unterbestrahlung kann zu Ausschuss in der Qualitätskontrolle und anschließender Nachbearbeitung führen, während Überbestrahlung die Behandlungskosten pro Teil erhöht. Werden Chargen beispielsweise durchgehend 16 Minuten statt der vorgegebenen 12 Minuten gestrahlt, entstehen 33 % höhere Energie- und Strahlmittelkosten sowie unnötiger Verschleiß. Die Einhaltung optimaler Strahlzykluszeiten spart nicht nur Kosten, sondern kann auch die Produktionskapazität pro Schicht erhöhen.
Oliver Pust, Leiter der Warmumformung bei Musashi, ergänzt: „Die Digitalisierung der Strahlanlage mit Monitizer war unkompliziert und hat sich schnell ausgezahlt. Sie hilft uns, Prozesse zu optimieren, Fehlerquellen schnell zu identifizieren und langfristig die Qualität zu sichern. Wir sehen ein Potenzial für Produktivitätssteigerungen von bis zu 20 %, wenn wir das System auf die drei anderen Strahlanlagen ausweiten.“